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Chile Teil 2: Von Pucon zum Rio Negro

von Anne Hübner

Mittlerweile war es schon Anfang Dezember und es stand ein Wechsel der Crew an – John fuhr nach Hause, dafür kamen Daniel und Paul dazu. Nach kurzem warmfahren in Pucon packten wir erneut das Auto und fuhren zum Rio Fuy. Da keiner von uns den Fluss kannte, fiel uns beim Einsteigen der hohe Wasserstand nicht auf. Schon die ersten Stellen kamen uns allerdings recht wuchtig vor und als wir den 6 Meter Wasserfall erreichten wurde uns schnell klar, dass an eine Befahrung gar nicht zu denken war. Die kurz auf den Wasserfall folgenden, stark rückläufigen Stufen erinnerten stark ans Brunauer Wehr bei Sommerwasserständen.
Auf unserem Weg weiter Richtung Süden nahmen wir noch den unteren Fuy mit, legten einen kurzen Siteseeing-Stop am Petrohue ein, bevor wir den langen (dirt-) Roadtrip entlang des Fjords vorbei an Cochamo bis zum Rio Negro antraten.
Nach anfänglichen Motivationsschwierigkeiten am nächsten Morgen – es war bewölkt und all unseer Paddelsachen waren noch klamm – begaben wir uns widerwillig zum Einstieg. Kaum waren wir dort angekommen zeigte sich die chilenische Sonne von ihrer besten Seite, brannte die Wolken geradezu weg und bescheerte uns einen weiteren traumhaften Paddeltag.
Für Thilo und Ali wurde es langsam Zeit sich auf den Rückweg nach Pucon zu machen. Doch bevor sie die Rückreise nach Deutschland antreten durften satnden unterwegs noch Golgol und Nilahue auf dem Program. Allerdings kommt es eben manchmal doch anders als man denkt. Aufgrund des Asche speienden Vulkans Puyehue hatten sich die sonst blauen Flüsse in braune, schlammige Drecksbrühen verwandelt, auf denen tausende von Bimssteinen ins Tal schwammen – nicht sehr einladend, wie wir fanden. So waren wir uns schnell einig, auf dirketem Weg nach Pucon durchzustarten. In Pucon galt es noch letzte Park-and-Huck Aktionen zu bewältigen, wie den Coilaco und für die mutigen unter uns den 23 Meter Fall des mittleren Palguin. Da die Wasserstände in Pucon immer weiter fielen, bereiteten wir uns langsam auf unsere Fahrt zum Futa vor. Nach einem kurzen Warmpaddeln mit unserem Neuankömmling Michi Motz, diversen Fototerminen und dem alljährlichen Palguin-Fest mit Boater-X verabschiedeten wir uns für´s Jahr 2011 von Pucon…

Fortsetzung folgt – Chile Teil 3: Vom Futa zum Baker und zurück


Chile Teil 1: Pucon und Norden

von Anne Hübner

Nachdem ich letzten März aus Chile zurück kam, stand für mich fest – ich werde wiederkommen. Mitte November war es dann soweit. Der europäische Winter machte sich langsam in Deutschland breit. Ich packte meine Sachen und begab mich zum Flughafen.
Zwei Tage später stieg ich in Pucon aus dem Bus, wo mich die beiden Norwegerinnen Nini und Erika, Nick ein Amerikaner und Jeff aus Kanada schon erwarteten. Die vier hatten schon Auto und Wohnung organisiert und so gings nur wenige Stunden nach meiner Ankunft direkt zum oberen Palguin. Ein einzigartiger Spielplatz und gelungener Einstieg in die diesjährige Chile Saison :) In den nächsten Tagen gings dann weiter mit Nevado, Trancura, Maichin und Puesco bis der Rest der “German-Crew” – John, Thilo und Ali – ankamen. Nachdem die Truppe komplett war und sich jeder in Pucon warmgepaddelt hatte machten wir uns auf den Weg Richtung Norden. Der Rio Claro war unser Ziel. Unterwegs liesen wir es uns nicht nehmen das Laja Tal hochzufahren und das kurze aber sehr kontinuierliche wasserführende Teilstück des Lajas zu paddeln. Nachdem der Weg zum Einstieg gefunden war ging es in einer rasanten Fahrt auf glasklarem blauen Wasser die 3 km nahezu ohne ein einziges Kehrwasser bis in den Stausee zum Ausstieg. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht stiegen wir wieder ins Auto um noch in der Nacht zum Rio Claro zu fahren.
Nach einem ausgedehnten Brunch am nächsten Vormittag und 35 Grad im Schatten stellten wir wieder einmal fest, dass unsere Boote wohl immer noch nicht in der Lage waren den Weg zum Einstieg alleine zu laufen und so blieb uns nichts anderes übrig als sie den beschwerlichen Weg zum Einstieg der 22 Saltos Strecke hoch zu schleppen. Eine gute Stunde später liesen wir unsere Boote zu Wasser. Schon nach den ersten Metern war klar, dass sich die Strapazen wiedermal gelohnt hatten – auf glasklarem Wasser führte uns der Fluss durch die atemberaubende Vulkangesteins-Schlucht zurück zum Camp. Am Abend stärkten wir uns für die Heldentaten der nächsten Tage mit feinstem Fleisch im kleinen Restaurant gegenüber des Camps. Mit wechselnder Besatzung wurden erneut die 22 Wasserfälle, die Entresaltos-Strecke sowie die 7 Tazas bezwungen, bevor sich unsere kleine Gruppe wieder auf den Weg in Richtung Süden zum Rio Nuble aufmachte. So schön es am Claro auch war, über satt Wasser unterm Boot am Rio Nuble freute ich mich wie ein Schneekönig. Zurück in Pucon setzte ich mein Vorhaben den Vulkan Villarica zu besteigen nach einem Jahr endlich in die Tat um. Gefühlt ausgestattet wie für eine Mount Everest Expedition kämpften sich die Touristengruppen im Gänsemarsch den Hügel hoch. Oben angekommen wartete eine wunderschöne Aussicht und zur Belohnung eine rasante Abfahrt ;)

Fortsetzung folgt – Chile Teil 2: Von Pucon zum Rio Negro




SOURCE TO SEA KAJAKFESTIVAL

Datum: 28. April bis 01. Mai 2012

Ort: Natterer See (nahe Innsbruck)

Das S2S Kajakfestival ist ein viertägiges Saison Opening mit Basis am Camping Natterer See bei Innsbruck.

Das Ziel der Veranstaltung ist es vier Tage lang gemeinsam zu paddeln und das Leben zu genießen. Damit es nie langweilig wird haben wir für euch ein großes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.

Neben Führungsfahrten in allen Schwierigkeitsgraden, verschiedensten Testmöglichkeiten und einer Protestfahrt gegen die in Nordtirol geplanten Wasserkraftwerke steht auch ein Filmvortrag von Olaf Obsommer auf dem Programm.

Mehr Infos über das Event und den genauen Ablauf findet ihr hier: S2S Kajakfestival

Snowkayak Session im Küthai

Snowkajak from clez wittek on Vimeo.

Swiftwater Rescue Technician

Wir bieten vom 14.-16.05.2012 erstmals einen Swiftwater Rescue Technician Kurs in Zusammenarbeit mit Rescue 3 an.

Der Kurs richtet sich an Kajakfahrer aller Könnensstufen.

Details:

WHITEWATER RESCUE TECHNICIAN – RESCUE 3:

1979 entwickelte Rescue 3 in Kalifornien den Swiftwater Rescue Technician (SRT) Kurs. Seitdem ist dieser Kurs der Standard für professionelle Rettungskräfte in über 30 Ländern.

Vor einigen Jahren entstand daraus der Whitewater Rescue Technician (WRT), wobei hier speziell auf die Bedürfnisse von Paddlern eingegangen wird.

Dem SRT Kurs sehr ähnlich richtet sich dieser Kurs an Kanu- und Kajakfahrer. Organisierte Rettungs- und Rafting-spezifischen Kursinhalte sind hier nicht mehr dabei. Hauptaugenmerk liegt auf schnellen, improvisierten Rettungsszenarien bei denen man mit möglichst wenig Material auskommen muss – Wie im Ernstfall eben auch!


Kursinhalte:

  • Professionelles Risikomanagement
  • Unfallortbeurteilung
  • Wurfsacktraining
  • Fußverklemmungen
  • Bootsverklemmungen
  • Springereinsatz
  • Seiltechnik
  • praktische Übungen auf den Flüssen im Umkreis von Innsbruck

mehr Infos